Trinkwasserqualität in Deutschland


hand_wasserhahnDas Trinkwasser in Deutschland wird von den Wasserwerken ständig kontrolliert. Es darf deshalb mit Fug und Recht als das am besten kontrollierte Lebensmittel gelten.

Jedoch könnte kein Labor der Welt  Wasser auf alle denkbaren Inhaltsstoffe hin untersuchen. Selbst wenn es technisch möglich wäre, würde es viel zu kosten- und  zeitaufwändig sein. 

Selbst wenn das Wasser aus einem Wasserwerk in einwandfreiem Zustand aus-geliefert wird, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es im gleichen Zustand auch aus dem Wasserhahn jeder Wohnung fließt.

Wie die steigenden Absätze der Mineralwasserindustrie und der Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen zeigen, misstraut eine zunehmende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern der Qualität des Wassers, welches aus ihrem häuslichen Wasserhahn fließt. Dem gegenüber stehen die Verlautbarungen öffentlicher Stellen, insbesondere der Wasserwerke, Wasser aus dem Wasserhahn könne unbedenklich getrunken werden. Aber ist es von öffentlicher Seite aus wirklich unbekannt, dass sich gesundheitlich bedenkliche Stoffe, Gifte und Keime im Wasser befinden können, oder wird der Verbraucher, warum auch immer, in diesem Punkt nicht richtig informiert, ja sogar irregeführt?

„In den letzten Jahrzehnten hat die Qualität unseres Trinkwassers rapide abgenommen.“ (DO) 1997 im „Deutschen Ärzteblatt“ heißt es :

„Der Nachweis zahlreicher anthropogener Fremdstoffe im Rohwasser und im Trinkwasser rechtfertigt Besorgnisse um die chemische Qualität des Trinkwassers.“ (DÄ) Dieser Artikel ist kein Einzelfall. In einer Flut von Veröffentlichungen, bis hin zum Umweltbundesamt  wird auf gesundheitsrelevante Schadstoffe, oft in erheblichem Ausmaß hingewiesen.



Wasserschadstoffe


Blei

Drei Zitate des Deutschen Bundesministeriums für Gesundheit:

  • In Bleileitungen überschreitet die Bleikonzentration den Grenzwert der  Trinkwasserverordnung, und zwar bei den meisten Wässern schon nach sehr kurzer Verweilzeit (Stagnation) von weniger als einer Stunde.
  • Akute Bleivergiftungen sind bei sauren Wässern, insbesondere nach einer Verweilzeit (Stagnation) des Wassers in Rohren aus Blei, nicht auszu­schliessen.
  • Ein Gesundheitsrisiko durch chronische Belastung besteht regelmäßig in Häusern mit Blei-Installationen durch die ständige Aufnahme kleiner Blei-Mengen. (BfG)

Diese Zitate sagen eigentlich schon ­alles!

Der bisherige Grenzwert für Blei im Trinkwasser liegt bei 40 µg/Liter. Der neue EG Grenzwert liegt bei zehn µg/Liter und muß mit 15 Jahren Übergangsfrist realisiert werden. In Deutschland liegen im Mittel fünf Prozent der Wasserproben über dem Grenzwert von 40 µg/l in einigen Regionen sogar 35 Prozent (STW).

Die giftige Wirkung von Blei ist medizinisch/toxikologisch hinlänglich bekannt.

Es kann zu Minderung der Intelligenz, hyperkinetischem Syndrom, Bauchkrämpfen, Kopfschmerzen, Blutbildungsstörungen, Bluthochdruck, Störungen des Immunsystems, Leber- und Nierenschäden und anderem führen. Am meisten gefährdet sind Säuglinge und Kinder im Mutterleib, bei denen Blei zu „Entwicklungsstörungen des sich ausbildenden Gehirns“ (Kat) führen kann.

Kinder im Mutterleib sowie Kinder bis zum sechsten Lebensjahr stellen in der Tat die am meisten gefährdete Risikogruppe dar, da sie das oral aufgenommene Blei stärker im Darm resorbieren können (bis 50 Prozent) als Erwachsene (fünf bis zehn Prozent) und die Blut-Hirn-Schranke noch nicht voll ausgebildet ist (HÄ).

Blei aus Installationsmaterialien ist neben Nitrat aus der Landwirtschaft das schwerwiegendste Problem, das wir haben (Prof. Hermann Dieter, ­Umweltbundesamt (SWT)).
Ebenfalls vom Umweltbundesamt, Prof. Andreas Grohmann: „Seit Jahrzehnten warnen wir vor Bleirohren, aber nichts ­passiert.“ (STW)


Kupfer

Kupfer ist inzwischen das Rohrmaterial der Wahl. Kupferrohre sind leicht zu verlegen und dabei preisgünstig. Probleme bereitet die Abgabe von Kupferionen an das Trinkwasser, insbesondere bei saurem Wasser. Die Kupferkonzentration bei saurem Wasser kann bis zu 17.400 µg pro Liter betragen (UBA).

Wird mit einem derart belasteten Wasser Säuglingsnahrung zubereitet, überschreitet das die ­Ausscheidungskapazität des Säuglings um ein Vielfaches (MO).

Die Folge kann dann, bei länger andauernder Exposition, der Tod des Säuglings durch Leberzirrhose sein. Bis 1991 wurden 22 Fälle von Leberzirrhose bei Säuglingen durch Kupferintoxikation über das Trinkwasser bekannt, von denen 13 tödlich verliefen (KAT) – die Dunkelziffer dürfte erheblich höher liegen. Gefährlich ist dabei, dass die Laborwerte (Leberwerte) im Normalbereich bleiben, bis es zu spät ist.

Andere Risikogruppen sind Menschen mit Leber-Stoffwechselstörungen (Morbus Wilson) und anderen Stoffwechselerkrankungen. Aber auch für gesunde Menschen trägt eine übermäßige Kupferzufuhr zur Grundbelastung bei.

Kupfer ist ein Krampfgift, dessen chronischen Wirkungen zu Migräne und Epilepsie, chronischen Durchfällen und diffusen Bauchkrämpfen/ Schmerzen führen können.

Chronische Intoxikationen durch Kupfer können nach längerer Exposition bei Kindern und Erwachsenen ohne Vorschädigung der Leber auftreten.“ (MO)


Asbestfasern

Asbestfasern gelangen aus Asbestzementrohren ins Trinkwasser. 1992 gab es bundesweit noch 31.126 km Rohrleitungen aus Asbestzement. Das sind 23.5 Prozent des Gesamtnetzes (DO). Es können dann mehrere Millionen Asbestfasern pro Liter Wasser enthalten sein.

Die Wirkungen von Asbestfasern im Trinkwasser werden in internationalen Studien zurückhaltend beurteilt.

Das liegt daran, daß Krebs durch ­Asbestfasern im Mittel eine Latenzzeit von 37 Jahren hat, die wirklichen ­Auswirkungen also erst im Jahre 2010 abzuschätzen sein werden.

Eine Reihe von Studien kommt aber bereits jetzt zu dem Ergebnis, daß Wasser aus Asbestzementrohren zu einer erhöhten Krebshäufigkeit führt (DI).

Eindeutig gefährlich kann asbestbelastetes Wasser dann werden, wenn es in Luftbefeuchtern, in Klimaanlagen, in der Sauna, beim Duschen und Baden benutzt wird, da die Fasern dann in die Raumluft gelangen. Auch Wäsche, die mit asbestbelastetem Wasser gewaschen wurde, gibt die Fasern nach dem Trocknen ab. Der Zusammenhang von eingeatmeten Asbestfasern und Krebs ist unstrittig.

Es wurde nachgewiesen, daß bereits eine einzige Asbestfaser Krebs ­auslösen kann.

Haushalte, die mit Wasser aus Asbestzementrohren versorgt werden, haben die ca. 300fache Raumluftbelastung mit Asbestfasern als Haushalte, deren Wasser aus anderen Rohrmaterialien stammt. Die Raumluftkonzentration steigt durch Anreicherungseffekte mit der Zeit immer mehr an, was zu einem immer höheren Gesundheitsrisiko führt.

Das Problem Asbest im Trinkwasser läßt sich mit einem Satz des ehemaligen Bundesgesundheits­amts zusammenfassen:

„Asbestfasern aus Rohren gehören nicht ins Trinkwasser“ (BGA)


Hormonähnlich wirkende ­Substanzen

Eine Reihe von Substanzen, die im Trink- und Rohwasser vorkommen können, haben Wirkungen, die denen weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene) entsprechen (Hormone, Phtalate, Pestizide, PCB, etc.). In vielen Flüssen werden deswegen zunehmend weibliche Fische geboren (In der Berliner Havel leben bereits ca. ­­70 Prozent weibliche Fische). Die Klär- und Wasserwerke können diese Substanzen nicht oder nur unvollständig ausfiltern. In wie weit diese auch auf den Menschen östrogen wirken können, hängt vom Einzelstoff ab (UFP).


Arzneimittel

Viele Arzneimittelwirkstoffe, z.B. aus Mitteln zur Senkung des Cholesterinspiegels, können von Kläranlagen nur unzureichend oder gar nicht eliminiert werden. Ihre biologische Abbaubarkeit ist gering, weswegen sie auch bundesweit im Trinkwasser auftauchen (SP). Untersuchungen auf Medikamente finden nicht statt, da sie nicht vorgeschrieben sind. Die Entdeckung eines Arzneimittelwirkstoffes ist daher ein Zufallsbefund. Amerikanische Untersuchungen ergaben Werte von bis zu 100 µg/Liter Salicylsäure (aus Schmerzmitteln) und zehn µg/Liter Clofibrinsäure (Clofibrinsäure stammt aus cholesterinsenkenden Medikamente). Messungen der Berliner Wasserwerke ergaben Werte bis 0.18 µg/Liter Clofibrinsäure. Andere Meßwerte im Trinkwasser sind (in µg/Liter): 0.4 Diazepam (Psychopharmaka); 0.009 (Bleomycin Zytostatika), 1,6 Carbamazepin (Antiepileptika) (UBA).


Trihalomethane und Chlor 

Chlor wird dem Wasser zugesetzt, um es zu desinfizieren. Mit organischen Substanzen im Wasser bilden sich krebserregende Trihalomethane. Durch Chlor selbst ergab sich in amerikanischen Metaanalysen epidemiologischer Studien ein gehäuftes Risiko, an Blasen- und Rektumkarzinomen zu erkranken (DÄ).

Noch im Trinkwasser vorkommen ­können: Arsen, Nitrat/Nitrit, Pestizide, Hundekotbakterien, Legionellen und anderes.

Anmerkungen:

  • Schadstoffanalysen erfassen immer nur einen kleinen Teil der tatsächlich enthaltenen Stoffe.
  • Schadstoffanalysen sind grundsätzlich nur stichprobenhaft. Die tat­sächlichen Schadstoffgehalte können stark schwanken.

Welche Möglichkeiten der Abhilfe gibt es?

Bis heute wird immer noch empfohlen, das Wasser vor der Entnahme ablaufen zu lassen. Das ist jedoch wenig sinnvoll und unsicher.

  • „Das vielfach empfohlene Ablaufenlassen vor dem Benutzen senkt zwar die Belastung, ist aber keine echte Alternative. Je nach Länge der Leitungen sind oft unzumutbar lange Zeiträume dafür erforderlich und schon nach kurzer Stagnation können die Werte erneut erhöht sein.“ (Prof. Hermann Dieter/Umweltbundesamt (STW)). Auch vor der Wasserentnahme duschen hilft nicht, da die Küche meist eine andere Steigleitung hat.
  • Früher dachte man, dass Kalkablagerungen in den Rohren vor Blei schützen. „Das hat sich als folgenschwerer Irrtum herausgestellt“, (Prof. Hermann Dieter (STW)).

Eine Tabelle mit weiteren Schadstoffen finden Sie hier


Resümee:

Als Übergangslösung bei stark belastetem Wasser, für unterwegs und zum gelegentlichen Gebrauch kann Wasser aus der Flasche sinnvoll sein. Als Dauerlösung ist es unter den oben genannten Gesichtspunkten kritisch zu betrachten. Das auch deswegen, weil für den Verbraucher durch Flaschenwasser erhebliche Kosten entstehen und die Flaschen getragen werden müssen (Schulter-Arm Syndrom!).

Möglichkeiten der ­Wasseraufbereitung

Betrachtet man die verschiedenen Geräte/Systeme der Wasseraufbereitung, sollte man zunächst Mindestanforderungen definieren.

  • Ein Filter muß das Wasser qualitativ verbessern.
  • Die enthaltenen Schadstoffe sollten möglichst vollständig entfernt   werden.
  • Der Filter selbst sollte keine Schadstoffe an das Wasser abgeben und    selbst nicht verkeimen oder verpilzen.
  • Die Schadstoffreduktion sollte für die gesamte Lebensdauer des Filters   geprüft und garantiert sein.
  • Das Wasser sollte fließend, frisch und wohlschmeckend sein.

„Trinkwasser kann heute am Ort des Verbrauchs durch den Einsatz von Filtern von gesundheitsschädlichen Stoffen ganz oder teilweise befreit werden. Durch die richtige Auswahl kann eine deutliche Qualitätsverbesserung des Trinkwassers erreicht werden.“
Die Frage, die sich für den Verbraucher stellt, ist allerdings: Welcher Filter ist der Richtige für mich?


Unsere Meinung

Das Beste ist das System der Umkehrosmose. Bei diesem System wird, vereinfacht dargestellt, alles was nicht Wasser ist, von einer Filtermembran abgestoßen, bzw. erst gar nicht durchgelassen.


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